1.4021 Stahl – Datenblatt, Anwendungen, Härten

1.4021 ist ein nichtrostender Edelstahl mit einem hohen Chromgehalt. Er ist auch unter der DIN EN-Kennzeichnung X20Cr13 und die AISI Nummer 420 bekannt. Der martensitische Edelstahl zeigt eine gute Aufhärtbarkeit und kommt in vielen Industrien zum Einsatz

Chemische Zusammensetzung – Datenblatt

Der Stahl ist durch den hohen Chromanteil von mindestens 12 % so wie von einem hohen Kohlenstoffanteil charakterisiert.

CSiMnPSCr
0,16 – 0,25%≤ 1 %≤ 1,5 %≤ 0,04%≤ 0,02%12 – 14%

Eigenschaften von 1.4021

Die Schmiedbarkeit des Werkstoffs ist gut. Der Stahl lässt sich außerdem magnetisieren, da hier ein martensitisches Gefüge vorliegt. 

1.4021 überzeugt insbesondere durch seine guten Werkstoffeigenschaften. Hier wird eine Zugfestigkeit von bis zu 850 MPa erreicht. Die Dehngrenze erreicht mindestens einen Wert von 500 MPa. Durch die Chromlegierung erhält der Stahl eine gute Verschleißfestigkeit. Die chemische Beständigkeit ist in mäßig aggressiven, chloridfreien Medien sehr gut. In chlorhaltigen Medien sollte der Werkstoff deshalb nicht eingesetzt werden. Durch Schleifen und Polieren kann die Korrosionsbeständigkeit verbessert werden.

Anwendungsbereiche

1.4021 ist ein belastbarer Werkstoff mit guten mechanischen Eigenschaften, welcher in folgenden Bereichen Anwendung findet:

  • Automobilindustrie
  • Medizintechnik
  • Schneidwarenindustrie
  • Energietechnik
  • Maschinenbau
  • Verbindungselemente
  • Turbinenbau, Kraftwerksbau
  • Chemie, Petrochemie

Aufgrund seiner guten Polierbarkeit findet 1.4021 auch in Privathaushalten Anwendung. Kücheneinrichtungen und Werkzeuge werden häufig aus dem belastbaren Material gefertigt. Ebenfalls wird der Werkstoff häufig für dekorative Zwecke genutzt.

Härten von 1.4021

Aufgrund seiner guten mechanischen Eigenschaften wird 1.4021 in vielen Einsatzgebieten angewendet. Allerdings neigt der Stahl zur interkristallinen Korrosion und ist anfällig für chemische Belastungen. Die Korrosionsbeständigkeit des Materials ist gut, zeigt aber im Vergleich zu V2A-Stählen wie 1.4401 und 1.4301 schlechtere Werte auf. Die Härtung des Werkstoffs ist zwar möglich, allerdings werden Schwächen damit nicht effektiv verbessert.

Eine alternative Lösung ist ein Randschichthärteverfahren wie unser BORINOX®-Verfahren. Mittels unserer Härte-Technik kann die Randschicht des Werkstoffs effizient aufgehärtet werden. Dabei wird gleichzeitig die Korrosionsbeständigkeit, der Schutz vor Abrasion und die Verschleißfestigkeit erhöht. Gleichzeitig werden Ausscheidungen von Chromverbindungen vermieden.